„Haus Achental“ - Ferienwohnungen

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Weihnachten klopft an

Lieber Interessent, verehrte Gäste,

haben wir uns nicht selber schon an manchem Dezembertag gefragt, wie die Zeit verrinnt, wie rasch nun auch dieses Jahr vergangen ist? Wie im Flug ziehen die Jahreszeiten an uns vorüber. Fallende Temperaturen lassen uns wieder mehr im warmen Zuhause sein. Der Rauhreif überzuckert die Landschaft, die ersten Schneeflocken decken sie zu, beides sind untrügliche Zeichen, dass das nächste Weihnachten vor der Tür steht.

Vor rund 2000 Jahren, so ist es uns übermittelt, wurde Jesus Christus geboren, einer der größten Weisheitslehrer. Die Christen feiern an jedem 24. Dezember seinen Geburtstag, die Liebe Gottes hat in ihm Gestalt angenommen. Nicht die Mächtigen der Erde haben während dieser Tage das Sagen, sondern ein kleines Kind. Es ist eine Zeit, in der wir ahnen, wie sehr die Liebe unsere Welt verändern könnte.

Irgendwann führten die Menschen ein, einen Baum zu schmücken, Wünsche zu äußern und sich am Heiligen Abend etwas zu schenken. Die Bereitschaft zu spenden, um Bedürftigen zu helfen, ist in dieser Zeit sehr hoch. Auch gehen die Menschen zumindest einmal im Jahr in die Kirche, um am Weihnachtsgottesdienst teilzunehmen. Doch sind bei aufmerksamer Betrachtung die eigentlichen Tempel nicht die mit Weihnachtsliedern beschallten Einkaufszentren, die ungeniert auf Kinder zielen?

Gerade war es noch Sommer, so können wir bereits im September Lebkuchen, Zimtsterne und Dominosteine kaufen, meist Ende Oktober sind die Läden zum Bersten voll mit Weihnachtsartikeln. Sechs Wochen vor dem Feste erinnern uns die Medien bald täglich daran, ob wir all unsere Päckchen schon haben. Welches Gehölz hat dieses Jahr in den Wohnzimmern zu stehen und welcher Christbaumschmuck ist angesagt? Was bekomme ich geschenkt, was schenke ich wem und wo kann ich Geschenke umtauschen, wenn sie nicht gefallen? Und so packen freundliche Verkäufer unsere Geschenke ein, Trendforscher dagegen sagen uns, welche Geschenke einpacken können. Immer mehr laute Fahrgeschäfte sprießen auf Christkindlsmärkten, als seien wir auf einem Jahrmarkt. Ein Kitsch steht in den Schaufenstern, gelegentlich aber auch Schwerter und Gewehre aus Plastik für die Kinder. Sinnliches verdrängt Besinnlichkeit, die Vermarktung des Heiligen Abend schreitet voran, dass man sich manchmal wundert, was das noch mit Weihnachten zu tun hat?

Für einige ist die Weihnachtsfreude vom Schnee abhängig, für andere ist ein voller Gabentisch der Gradmesser, ob das Fest im Rückblick als gelungen anzusehen ist. >> Schenken sie sich glücklich,<< so tönen die Werbespots fetter Anbieter aus dem Radio, für den Einzelhandel war es dann ein gutes Weihnachtsfest, wenn die Vorjahresumsätze übertroffen wurden. Konzerne übertrumpfen sich gegenseitig. Sie werben mit angeblichen Schnäppchen und machen aus Heiligabend einen Eiligabend, will heißen, wir sollen schnell noch Geld ausgeben. Aus merry christmas wird merry business, die großen Kaufhausketten also geben den Takt vor. Bei genauer Beobachtung dreht es sich offenbar nur noch um die Geschenke, Kommerz wohin wir blicken, ein hype and run in die Geschäfte, als stünden sie morgen leer.

Und so werden für viele von uns die Feiertage zur Tretmühle, zum Einkaufs-Marathon, zu einem wahren Weihnachtskaufrausch - alle Jahre wieder. Von einer stillen Adventszeit merkt man freilich wenig. Keine Jahreszeit ist so unruhig und hektisch, so belastet wie diese Wochen vor dem Fest, weshalb die Menschen in Weihnachtsstress geraten und zunehmend stöhnen, sie müssten die Feiertage hinter sich bringen. Schöne Bescherung!

In der "staden Zeit" zu sich zu kommen, sich zu fragen, wo ich stehe, was mich so treibt und wonach meine Seele ruft, scheint für viele sehr weit weg zu sein. Der Sinn von Weihnachten rückt mehr und mehr in den Hintergrund, wie rund herum festzustellen ist. Mancher von uns hat es ganz und gar verlernt, den eigenen Gedanken nachzuspüren, dafür wurde das eigentliche Geschenk der Weihnachtstage, sich eine Zeitlang Ruhe zu gönnen, mit einem aus buntem Papier und Schleife verpackten Gegenstand getauscht.

In diesem Sinne wünschen wir Ihnen von Herzen ein geruhsames und besinnliches Weihnachtsfest 2018 im Kreise Ihrer Liebsten, mögen Sie einen entspannten Jahresausklang finden.

Ihre



Pia und Bernhard Füß
(Haus Achental)

Ettenhausen, 01. Dezember 2018